Geschichte - Mauerzeit - Lazarus Haus Berlin

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Geschichte - Mauerzeit
Die Lazarus-Diakonissen als Zeitzeugen

Lazarus - Die Mauerzeit


"[...] auch für das Lazarus-Kranken- und Diakonissenhaus, wie es damals hieß, änderte sich durch den 13.August [1961] die Situation schlagartig. Rund die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte, Angestellten in der Verwaltung, wohnte in Ost-Berlin (so wie viele andere, die in West-Berlin arbeiteten und in Ost-Berlin ihren Wohnsitz hatten) und konnte von einem Tag auf den anderen nicht mehr zum Dienst erscheinen."

(zit. aus dem Freundesbrief des Lazarus,
Autor Reinhard Stawinski)


"Es war eine gespannte Zeit vor dem 13.August 1961 bei uns in der DDR. Die Flüchtlingsströme wurden täglich größer und wir spürten, dass irgend etwas geschehen würde.
Dann kam das einschneidende Erlebnis. Die drei Berliner Lazarus - Gemeindeschwestern [der Golgatha-Kirchengemeine] wohnten in der Tieckstraße in Mitte, nahe der Grenze zum Französischen Sektor. Eine Straße im Westsektor gehörte mit zu unserer Gemeinde, auch unser Mutterhaus in der Bernauer Straße war ja nur wenige Meter entfernt.
In unserem Haus wohnten auch Posener Diakonissen. Sie hatten zuerst die Nachricht im Radio gehört und brachten uns die Meldung. Es war eine unfassbare, harte Wirklichkeit. Der Besuch unserer Gemeindemitglieder im Westsektor war nun unmöglich. Wir waren getrennt von unseren Verwandten und Freunden, vor allem aber auch von unserem Mutterhaus! Alle Grenzstraßen waren durch Armeeangehörige abgesperrt. Als ich am Nachmittag zu einem Besuch meiner Eltern unterwegs war, standen an allen nach Westen führenden Straßen Mann bei Mann bewaffnete Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr. Sie waren auf uns gerichtet ... ."

Schwester Hannelore

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Tel. 030 - 46 705 - 0
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